#11
Stunden vergingen, sandig, wie der Sand in einer Sanduhr. Sansa war davon überzeugt, dass Zane bald eintreffen würde. Sie wusste es einfach. Die Macht hatte es ihr gezeigt, dass Zane sich verändern würde. Die Jedi hatte den Bruch mit den Söldnern gesehen, wie er sich aus der Gruppe der Ihrigen entfernte. Die Bilder waren deutlich gewesen. Die Vision kam vor einigen Wochen und nun konnte sie die Träume verstehen. Die Macht war unendlicher Fluss, dessen Tropfen oft missverstanden werden konnte. Die Sith, auch Invisus, hatten diesen Fehler gemacht. Sie missdeuteten die Macht und ihre Wirkungen.

Am Horizont konnte sie den wankenden Körper von Zane bereits erkennen. Sansa lächelte und schob die Kinder dezent bei Seite. "Spielt mit euren Geschwistern," sagte sie in Basic, was die Tusken zwar nicht verstanden aber ihre Mimik sowie ihr Herz waren eine universelle Sprache. Die Kinder tanzten hinter Sansa, um mit einem Ball zu spielen. Sie blieben in ihrer Nähe, da sie die Jedi wohl mochten. Mit einem Satz ging er auf sie zu, wurde jedoch von Wächtern des Lagers gestoppt. Mit einer seichten Handbewegung, versuchte sie die Tusken zu besänftigen. Als Zane sich offenbarte, dass er zu ihr gehörte, verstanden die Sandleute und näherten sich wieder ihren Kindern. Von Sansa ging eine Aura des Friedens aus, welche auch diese wilden Lebewesen besänftigen konnte. "Hey, Zane!" - hauchte sie staubig, bevor die junge Dame auf ihn zuging. Dezent warf sie ihre Kapuze zurück, um ihn vollens anzublicken. "Ohne Söldner," stellte sie munter fest und öffnete ihre Arme. War es ihre Art? Die Jedi umarmte Zane schlicht und einfach. "Gut gemacht," lobte sie. Kurz verharrte sie in der freundschaftlichen Umarmung, die ihre kindliche Geste des Dankes war. Sansa löste die Umarmung, grinste Zane an und sagte: "Willkommen in meiner Welt!" Sie feixte frech, funklte den nun nicht mehr so fremden Fremdling an. "Jeder ist irgendwo fremd und jeder ist irgendwo anders aber daraus müssen keine Feindschaften erwachsen." Die Jedi griff zu ihrem Wassersack. "Hast du Durst?" Die Frau nahm das Leder von der Schulter, um es dem Ex-Söldner Zane zu reichen. "Hier," offerierte sie und überließ Zane das Wasser. "Ich habe den Tusken nur diesen Fakt erklärt und ihnen meine Hütte angeboten," sagte sie direkt, um Zanes aufkommende Fragen bereits im Keim zu beantworten. "Tusken sind keine Wilden. Sie haben sogar eine ausgeprägte Kultur, die man nur kennen muss. Ich lebe schon lange hier und habe mich früh an sie angepasst, um hier meine Hütte bauen zu können." Sie grinste. "Sie waren immer neidisch auf meine Hütte," formulierte sie mit einem gewissen Humor in der Melodie ihrer Stimme. "Nun ja, nicht auf den Stein der Hütte, sondern auf meine Möbel." Sansa lachte. "Ja, Möbel. Einfache Billigmöbel."

Sansa, die mitfühlende Jedi, legte Zane freundschaftlich den Arm um die Schulter. "Wie ich sehe, sind wir beide nun hier gestrandet, oder?" Wieder dieses freche Grinsen. Die Jedi fühlte in die Aura von Zane hinein, um zu erfahren, inwiefern er nun bereit war, ihr zu folgen. Sie hoffte, seine Seele vor sich selbst zu retten. Immerhin hatte sie es geschafft, dass er von dieser Graumsamkeit der Söldnerei Abstand genommen hatte und sich mutig den Tusken ohne ausartende Gewalt gestellt hat. Er war mutig und rein, das mochte die Jedi. "Wie geht es dir?" - war nun die Frage der Jedi, die nun an den neu gewonnenen Freund dachte.
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