#1
Kommend von Byss:

Die blauen Streifen des Hyperraums zogen an der X-Wing Cockpitkanzel vorbei, als wäre alles wie immer, doch die Galaxis veränderte sich ständig. Lee Valen, der ehemalige Jedi-Ritter existierte nicht mehr und war auf Byss zum dunklen Krieger geworden. Freiwillig hatte er sich gebrochen der dunklen Seite der Macht sowie der Führung durch Darth Vesperum unterworfen. Seine erste Mission für seinen Meister war klar gewesen. Valen sollte sich nach Naboo begeben, den gefangenen Großadmiral befreien und dann einen Sprengsatz in der Jedi-Enklave zünden. Er würde sowohl die Neue Republik als auch die Jedi direkt ins Herz treffen. Der Weg zur Vernichtung würde in wenigen Stunden seine ersten Wellen schlagen und den Krieg auf den Höhepunkt zusteuern lassen.
Der X-Wing in dem Valen saß, war sein eigener. Der mit dem er seine Suche nach Vesperum begonnen hatte. Mit einem fiesen Grinsen, stellte sich der dunkle Jedi bereits vor, wieviele Rebellen ihr Leben durch ihn verlieren würde. Sein Lichtschwert würde in Blut getränkt werden.
Doch das Piepen des Navicomputers holte Lee Valen in die Gegenwart zurück. Er hatte Naboo erreicht, denn die Streifen des Hyperraums verschwanden und die grün-blaue Welt erschien vor ihm. Eine Welt mit Geschichte und großer Bedeutung, doch für Lee nichts weiter als ein Übel das beseitigt werden musste. Im Orbit patrouillierten die Schiffe der Neuen Republik, welche den Sternenjäger von Lee bereits bemerkt hatten und eine Staffel entgegen schickten. “ Sternenjäger der Neuen Republik, identifizieren Sie sich. Sie befinden sich im militärischen Sperrgebiet.“, ertönte die Stimme des Staffelführers und schnell übermittelte Lee seinen Erkennungscode und seine militärische Freigabe, ehe er antwortete “ Sternenjäger an Abfangstaffel Blau. Hier spricht Jedi-Ritter und Commander Lee Valen. Schön zu sehen, dass die Sicherheit nach wie vor hält, was die Politik verspricht.“ , scherzte Lee. Etwas überrascht entschuldigte sich der Staffelführer, fragte jedoch nach dem Verbleib des Commanders aufgrund der längeren Abwesenheit. Lee nannte ihm, eine Erkundungsmission an der Grenze zur Festungswelt Druckenwell sowie Jedi-Angelegenheiten am Rande des republikanischen Raums als Begründung.
Unbehelligt konnte Lee die Schutzblockarde durchbrechen und steuerte Theed, die Hauptstadt Naboo’s an, wo ihn die Flugkontrolle anfunkte. “ Commander Valen. Willkommen zurück. Zu welchem Raumhafen sollen wir Sie leiten?“, fragte die junge Frau der Flugkontrolle. “ Ich muss zum Hochsicherheitsgefängnis. Jedi-Angelegenheiten.“, erwiderte der dunkle Jedi gelassen. Die Kontrolle stellte einige Sicherheitsfragen, da der Zugang zum Hochsicherheitsgefängnis stark beschränkt war. Genervt verdrehte Lee die Augen, beantwortete die Fragen aber wie er es bei seinem letzten Besuch getan hatte. Immer diese Verfahrensfragen. Aber um es glaubwürdig wirken zu lassen, muss ich wohl so tun als wäre nichts passiert. ärgerte sich Lee kurz bevor er auf der Landeplattform des Gefängnisses landen durfte. Jetzt würde der schwierige Teil der Mission beginnen. Den imperalen Großadmiral befreien, ohne den Verdacht auf sich zu ziehen und glaubwürdig wirken.
Zusammen mit dem zuständigen Agenten hatten Lee das Szenario oft genug in verschiedenen Varianten durchgesprochen. Unbemerkt würde er die Fesseln des Großadmirals beim Gespräch manipulieren, dass diese nach kurzer Zeit ausfallen würden. Der Agent, der bereits als Wachmann im Hochsicherheitsgefängnis infiltriert war, würde bei seinem späteren Rundgang, mehrere Sabotageladungen zünden und mit dem Großadmiral über einen von mehreren Routen fliehen. Die Fluchtfähre war bereits mit einem Prototyp der Tarntechnologie,an der bereits Palpatines Wissenschaftler gearbeitet hatten ausgerüstet und wartete auf die Flucht. Zu dieser Zeit würde Lee sich bereits in der Enklave befinden.
Sanft landete Lee den X-Wing nach einem kurzem Flug auf der Landeplattform, doch zu seiner Überraschung erwartete man ihn dort bereits mit einer Sicherheitseskorte. Lee knirschte mit den Zähnen, als ihm klar wurde dass seine Mission mit großer Wahrscheinlichkeit noch schwieriger geworden war. Doch die versteckte Baradiumladung würden Sie nicht finden. Vesperums Techniker hatten die Raketen des X-Wings von Erschütterungsraketen zu Baradiumraketen umgebaut und die Protonentorpedos präpariert.

Langsam öffnete sich die Kanzel des X-Wings und mit einem Sprung landete der dunkle Jedi neben seinem Sternenjäger. Zum Glück des Jedi, musste er für die Mission keine Jedi-Kleidung anziehen, denn der Pilotenanzug reichte aus und darunter trug Lee die dünneren Gewänder eines dunklen Jedi. Das neue Lichtschwert hing locker am Allzweckgürtel des Pilotenanzugs. Lee wandte sich zu seiner Eskorte, die sich näherte und von einem Sicherheitsoffizier angeführt wurde. Mit einem prüfenden Blick nickte er diesem zu und nahm seinen Pilotenhelm ab.
Möge das Chaos beginnen!, dachte er sich innerlich grinsend. Seine Mission hatte nun begonnen.
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